Ja, die TingTings haben einen. Utrecht irgendwie nicht.
Gestern im obligatorischen Donnerstag-Nacht-Club Tivoli wieder einmal zu dieser Erkenntnis gelangt. Ist schon wahr, dieser ganze 90s Techno hier ist eh total super und leiwand und voi geil und so. Aber wenn der Themenabend "Studentenparty" heißt, ist das die Garantie für furchtbares Gemixe. Da folgt dann ein Boogie auf Tijd Machine und Techno und Rock im zwei-Lieder-Takt abzuwechseln scheint zum guten Ton zu gehören. Manchmal frage ich mich wirklich wieso Holland dafür bekannt ist, den "besten Dj der Welt" hervorgebracht zu haben.
Freitag, 29. Mai 2009
Montag, 25. Mai 2009
Anyway
Liebe Leute, Arnold Schwarzenegger und ich mögen ganz unterschiedlich sein. Ich hab zum Beispiel nicht so viele Muskeln. Auch bin ich nicht Terminator. Oder Gouverneur von California. Aber eines haben wir gemeinsam: Wir können nicht mehr richtig Deutsch.
Ich muss zu meinem Beschämen zugeben, dass ich manchmal wirklich Probleme damit habe, die richtigen Ausdrücke zu finden. Wär ja jetzt halb so schlimm, wenn ich als Austausch gescheit Englisch könnte. Aber, nein, ebenfalls Fehlanzeige.
So richtig wird mir das grad beim Schreiben der Bachelor-Arbeit bewusst. Erstens lese ich so gut wie alle Bücher auf Englisch und Zweitens übersetze ich sogar meine Gedanken dann vom Englischen aufs Deutsche um sie so niederzuschreiben. Gott sei dank gibt es ja leo.org.
Ich glaube, wenn ich wieder in Österreich bin, werd ich mal einen Deutschkurs machen. Zur besseren Integration. Ich habe nämlich nicht nur die Sprache verlernt sondern auch eine Abneigung dagegen entwickelt. Also muss ich was tun. Im Übrigen plädiere ich dafür, die Worte "anyway", "like", "you know" und "seriously" ins Deutsche zu übernehmen. Because, like, you know, without them it´s seriously difficult to talk. Anyway.
Ich muss zu meinem Beschämen zugeben, dass ich manchmal wirklich Probleme damit habe, die richtigen Ausdrücke zu finden. Wär ja jetzt halb so schlimm, wenn ich als Austausch gescheit Englisch könnte. Aber, nein, ebenfalls Fehlanzeige.
So richtig wird mir das grad beim Schreiben der Bachelor-Arbeit bewusst. Erstens lese ich so gut wie alle Bücher auf Englisch und Zweitens übersetze ich sogar meine Gedanken dann vom Englischen aufs Deutsche um sie so niederzuschreiben. Gott sei dank gibt es ja leo.org.
Ich glaube, wenn ich wieder in Österreich bin, werd ich mal einen Deutschkurs machen. Zur besseren Integration. Ich habe nämlich nicht nur die Sprache verlernt sondern auch eine Abneigung dagegen entwickelt. Also muss ich was tun. Im Übrigen plädiere ich dafür, die Worte "anyway", "like", "you know" und "seriously" ins Deutsche zu übernehmen. Because, like, you know, without them it´s seriously difficult to talk. Anyway.
Dienstag, 19. Mai 2009
Welcome Home
Ist das seltsam, wenn nach "nur" dreieinhalb Monaten im Ausland Utrecht mehr mein Zuhause ist als Wien? Oder liegt es "nur" an der Tatsache, dass der erste Eindruck in der alten Heimat ein Standard-Artikel über Moschee-Ade war?
Anyway, ich bin wieder gut in Utrecht gelanded und werd mich die kommende Woche theoretisch hinter Büchern (für die Bac-Arbeit) und den Laptop (für die Istanbul-Artikel) klemmen. Wir werden sehen, wie das dann alles praktisch aussieht...
Anyway, ich bin wieder gut in Utrecht gelanded und werd mich die kommende Woche theoretisch hinter Büchern (für die Bac-Arbeit) und den Laptop (für die Istanbul-Artikel) klemmen. Wir werden sehen, wie das dann alles praktisch aussieht...
Mittwoch, 13. Mai 2009
Endspurt II
Schön langsam geht die Zeit in Istanbul ihrem Ende zu. Und fast alle Interviews sind im Kasten, wenn ich morgen noch eines mit offizellen Quellen bekomm (und mal schnell auf den Holztisch klopfen, puh), dann rennt ja alles wie geschmiert. Die Illusion, dass ich meine Stories schon hier in Istanbul schreiben könnte, habe ich dann doch aufgegeben. Es ist einfach zu schön hier um die Zeit im Zimmer zu verbringen. Und weil die Muezzins grad rufen (nicht mich, aber, anyway) werde ich wohl den Schleppi wieder in den Koffer sperren und mich auf einen der letzten Abenteuerrundgänge begeben.
Samstag, 9. Mai 2009
Sulukule
Attention, Sneak-Peak:
Istanbul reißt im Namen von "Kulturhauptstadt 2010" zwei Armenviertel ab. Sulukule ist schon beinahe ganz weg, nur noch ein paar Ruinen stehen. Die Leute wohnen trotzdem noch dort. Tarlabasi steht noch, aber es ist so gefährlich, dass selbst lokale Leute nur bis zu einem gewissen Punkt reingehen. Beide Viertel waren in den letzten Tagen auf dem Plan, das Ergebnis gibts dann in ein paar Wochen hier!
Istanbul reißt im Namen von "Kulturhauptstadt 2010" zwei Armenviertel ab. Sulukule ist schon beinahe ganz weg, nur noch ein paar Ruinen stehen. Die Leute wohnen trotzdem noch dort. Tarlabasi steht noch, aber es ist so gefährlich, dass selbst lokale Leute nur bis zu einem gewissen Punkt reingehen. Beide Viertel waren in den letzten Tagen auf dem Plan, das Ergebnis gibts dann in ein paar Wochen hier!
Donnerstag, 7. Mai 2009
Überschuss im Überfluss
Das läuft ja beinahe zu gut hier. Aufgrund vieler glücklicher Zufälle hab ich auf meiner Reportagenreise jetzt schon Stoff für mehr Stories als ich eigentlich brauche. Und irgendwie taucht jeden Tag etwas neues auf.
Bisher: Gypsie/Frühlingseinleitungsfestival, eine gay-travel-company, zwangsumgesiedelte Roma, beherzte Aktivisten, abgezockt werden in türkischen Clubs, auf Kaffe und Tee eingeladen werden, Gespräche über Gentrification mit meinen Zimmerkollegen führen und vor allem viel herumlaufen.
Auch mal was anderes: sich hier als Außenseiter fühlen. Mit blonden Haaren fällt man halt auf. Nicht, dass nicht eh fast jeder angequatscht wird im Bazar, aber nach einem Tag auf den Straßen von Istanbul bin ich dann doch froh, einen kurzen Stop im Hostel zu machen und die Stadt einen Moment lang auszublenden. Nichtsdestotrotz: empfehlenswert hoch 100 und mir wird sicher nicht fad.
Bisher: Gypsie/Frühlingseinleitungsfestival, eine gay-travel-company, zwangsumgesiedelte Roma, beherzte Aktivisten, abgezockt werden in türkischen Clubs, auf Kaffe und Tee eingeladen werden, Gespräche über Gentrification mit meinen Zimmerkollegen führen und vor allem viel herumlaufen.
Auch mal was anderes: sich hier als Außenseiter fühlen. Mit blonden Haaren fällt man halt auf. Nicht, dass nicht eh fast jeder angequatscht wird im Bazar, aber nach einem Tag auf den Straßen von Istanbul bin ich dann doch froh, einen kurzen Stop im Hostel zu machen und die Stadt einen Moment lang auszublenden. Nichtsdestotrotz: empfehlenswert hoch 100 und mir wird sicher nicht fad.
Montag, 4. Mai 2009
Marhaba Istanbul
Die Distanz von Utrecht nach Istanbul beträgt 2187km Luftlinie. Ca. 3000km, wenn man wie ich über Wien fliegt. Und wenn jetzt wer sagt, ja, schon viel, aber du fliegst ja eh, dann sag ich: 12 Stunden. 12 Stunden Gepäck zum Bahnhof schleppen, 12 Stunden warten, 12 Stunden Vorfreude.
Und wieder die Vorteile des Snob-Lebens genießen. Austrian Airlines ist nämlich nicht Skyeurope. Es gibt wirklich noch Essen (warm!) gratis. Und weil zwei Flüge, zwei Mal Gratiskaffee. Das Leben ist schön.
Istanbul ist noch schöner. Ein Abendspaziergang mit Neo-Bettnachbar Mathieu hat schöne Fotos gebracht und neue Converse um 10 Lira (los, umrechnen). Und jetzt, nach billigem und gutem Dürüm (mit Lamm!) und Baclava (mit Zuckerrausch), den Tag in Beyoglu mit Efes ausklingen lassen. Serife!
Und wieder die Vorteile des Snob-Lebens genießen. Austrian Airlines ist nämlich nicht Skyeurope. Es gibt wirklich noch Essen (warm!) gratis. Und weil zwei Flüge, zwei Mal Gratiskaffee. Das Leben ist schön.
Istanbul ist noch schöner. Ein Abendspaziergang mit Neo-Bettnachbar Mathieu hat schöne Fotos gebracht und neue Converse um 10 Lira (los, umrechnen). Und jetzt, nach billigem und gutem Dürüm (mit Lamm!) und Baclava (mit Zuckerrausch), den Tag in Beyoglu mit Efes ausklingen lassen. Serife!
Freitag, 1. Mai 2009
Lang leve de Koningin
Die Österreichischen Zeitungen lügen. Oder sind nicht gut informiert. Oder was weiß ich. Jedenfalls kein Zeichen von "alle Feierlichkeiten abgesagt" am Anschlagstag.
Um fair zu bleiben: Wir alle waren und sind bestürzt über das, was passiert ist. In manchen Städten (allen voran natürlich Apeldoorn) wurde wirklich alles abgeblasen. Aber die "Respektmaßnahme" in Amsterdam bestand darin, dass die Fete nicht bis irgendwann in der Früh sondern "nur" bis um neun Abends offiziell stattgefunden hat.
Und ja, an diesem Tag und der Nacht davor ist Holland wirklich verrückt. Ich habe in meinem Leben noch nicht so viele Menschen auf einem Haufen wie wahnsinnig feiern gesehen. Jede noch so kleine Straße im Stadtzentrum wird zur Partyzone und ich habe die Befürchtung von dem vielen furchtbaren Orange dauerhafte Sehschäden davongetragen zu haben. Aber war ja eh alles lustig ansonsten.
Am Montag gehts schon ab nach Istanbul, mal sehen ob ich euch von dort dann weiter unterhalten kann (ich drück mir ja selbst die Daumen, dass ich in jedem Hostel Internet haben werde). Also - Bussibaba.
Um fair zu bleiben: Wir alle waren und sind bestürzt über das, was passiert ist. In manchen Städten (allen voran natürlich Apeldoorn) wurde wirklich alles abgeblasen. Aber die "Respektmaßnahme" in Amsterdam bestand darin, dass die Fete nicht bis irgendwann in der Früh sondern "nur" bis um neun Abends offiziell stattgefunden hat.
Und ja, an diesem Tag und der Nacht davor ist Holland wirklich verrückt. Ich habe in meinem Leben noch nicht so viele Menschen auf einem Haufen wie wahnsinnig feiern gesehen. Jede noch so kleine Straße im Stadtzentrum wird zur Partyzone und ich habe die Befürchtung von dem vielen furchtbaren Orange dauerhafte Sehschäden davongetragen zu haben. Aber war ja eh alles lustig ansonsten.
Am Montag gehts schon ab nach Istanbul, mal sehen ob ich euch von dort dann weiter unterhalten kann (ich drück mir ja selbst die Daumen, dass ich in jedem Hostel Internet haben werde). Also - Bussibaba.
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