Sonntag, 22. März 2009

Endspurt I

Schön langsam geht der erste von zwei Terms hier dem Ende entgegen und siehe da, die Illusion vom Sorgen- und Arbeitsfreien Erasmusleben ist wirklich nur Tagträumerei. Während andere noch immer "amazed" sind von allem, was so um sie herum passiert, hat sich bei mir ganz still und heimlich der Alltag eingeschlichen. Und das heißt vor allem: Was tun.
Die wollen nämlich hier tatsächlich Ergebnisse sehen. Und deswegen verbringe ich die Zeit jetzt statt mit ständigem herumlaufen mit vor-dem-Schreibtisch sitzen. Ein Essay da, ein Artikel dort, irgendwo dazwischen noch ein paar Interviews reinquetschen. Das Gute: die Schreibblockaden lösen sich auf, weil ich sowieso nur mehr meine Finger auf der Tastatur habe. Das Schlechte: erklärt sich eh von selbst.
Ein bisschen Ansporn fürs vielleicht-doch-Journalistin-werden-wollen gibts dann zum Beispiel in Momenten in denen man ein Interview mit einem muslimischen Bauleiter und einem nicht-definiert-gläubigen holländischen Windmühlenbetreiber im Türkensitz auf dem Boden einer Moschee hat. Und die sagen: "Wir wollen, dass das Zusammenleben funktioniert." Oder wenn per Mail die Bestätigung für den Flug nach Istanbul für zwei Wochen im Mai im Posteingang auftaucht.
Ja, dann lassen sich sogar die Papers, Essays und Artikel ertragen.

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